tanz.nord – Künstler*innen-Netzwerk Hamburg – Schleswig Holstein

Mit tanz.nord schaffen vier Projektpartner aus Hamburg und Schleswig-Holstein (Dachverband freie darstellende Künste Hamburg, K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, Tanz und Performance Netzwerk Schleswig-Holstein) eine Struktur, die den Austausch der freien Tanzszenen beider Bundesländer im Fokus hat. tanz.nord ermöglicht Gastspiele und showcase.nord Neuproduktionen an neu für den Tanz gewonnenen Spielorten in Schleswig-Holstein und in Hamburgs Außenbezirken. Zudem werden produktionsunabhängige Recherchevorhaben gefördert sowie Vernetzungs- und Arbeitstreffen organisiert. Durch Schulpartnerschaften und ein vorstellungsbegleitendes Vermittlungsprogramm macht sich tanz.nord für eine langfristige Publikumsentwicklung außerhalb urbaner Zentren stark.

tanz.nord Gastspiele ermöglichte drei bestehenden, räumlich flexiblen Produktionen Gastspielaufführungen an neu für den Tanz gewonnenen Spielorten in Schleswig-Holstein und in Hamburg. tanz.nord Gastspiele hat das maßgeblich das Ziel, ein nachhaltiges und regionales Touring-Netzwerk zu initiieren, das Künstler*innen aus Hamburg und Schleswig-Holstein gleichermaßen offensteht.

showcase.nord Neuproduktionen gibt vier Produktionsteams die Chance, in einem kurzen, aber finanzierten Probenprozess eine neue Arbeit zu realisieren.  Finanziert werden der Probenprozess und jeweils vier Aufführungen.

lab: Sich im Austausch mit Künstler*innen weiter zu qualifizieren stellte eine weitere Säule von tanz.nord dar. Das Modul #lab erfüllt diese Aufgabe und schafft Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten. Im Rahmen von Veranstaltungen können Tanzschaffende aus Hamburg und Schleswig-Holstein die Gelegenheit nutzen, sich auszutauschen, wirksam zu vernetzen und gezielt zu Themen ihres Interesses zu arbeiten.

showcase.residency bietet die Möglichkeit, selbstbestimmt in einem Studio zu arbeiten, zu trainieren oder zu recherchieren. Den Künstler*innen ist selbst überlassen, ob Sie den Raum nutzen, um an bereits geplanten Projekten zu proben, um neue künstlerische Impulse zu konzeptionieren oder um projektunabhängig zu experimentieren. Dem (Tanz-)Stil oder der Arbeitsweise sind keine Grenzen gesetzt. Performancekünstler*innen und Tanzschaffende können die Residenz auch zum Kennenlernen von oder zum Arbeiten mit Künstler*innen anderer Sparten nutzen.

Schulprojekt: tanz.nord beinhaltet ein Modellprojekt über drei Jahre zur Einbindung des Tanzes in den Unterricht an verschiedenen Schulformen, in Kooperation mit der Fachberatung für kulturelle Bildung Kreis Stormarn. Es dient zur Verankerung von Tanz in Schulen in Schleswig-Holstein und wird mit dem tanz.nord Programm verzahnt. Gemeinsam mit den beteiligten Schulen und den Workshopleitungen wird evaluiert, wie Tanz auch perspektivisch in Lehrpläne integriert werden kann. Außerdem wird die Arbeit an den Schulen mit Hinblick auf eine mögliche Erweiterung auf andere Schulen in anderen Regionen Schleswig-Holsteins sowie in Hamburgs Randregionen dokumentiert.  

tanz.nord Künstler*innen-Netzwerk Hamburg – Schleswig Holstein
ist ein Kooperationsprojekt des Dachverband freie Darstellende Künste Hamburg (DfdK) mit dem Tanz und Performance Netzwerk Schleswig-Holstein (TuP.SH), K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg und dem Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (KuB).

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showcase.nord
Unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.


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tanz.nord TANZPAKT Stadt-Land-Bund
Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, kofinanziert vom Land Schleswig-Holstein, der Freien und Hansestadt Hamburg, den Stiftungen der Sparkasse Holstein und „Stormarn kulturell stärken“. Die Arbeitsgemeinschaft „Stormarn kulturell stärken“ ist ein Zusammenschluss der Sparkassen-Stiftung Stormarn, Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, Bürger-Stiftung Stormarn und des Kreises Stormarn.

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Meeting Point Dramaturgy

In Kooperation mit der Kulturproduzentin Alexandra Schmidt und der Dramaturgin & Kuratorin Anne Kersting bieten K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und Sophiensæle Berlin ein Weiterbildungsprogramm für freie Tanzdramaturg:innen an, welches sich der Vermittlung von dramaturgischer Praxis in Tanz widmet.

Das Format der drei angedachten Episoden folgt immer dem gleichen Prinzip: Es ist ein Dialogformat zwischen den Akteur:innen des Tanzes und dient der gegenseitigen Befragung nach Erwartungen und Anforderungen an Dramaturgie, sowie der Suche nach lösungsorientierten Versuchsanordnungen. Dabei wechseln die Konstellationen von Episode zu Episode.

Episode #1 / 2.-4. Juni 2022 / HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste:
Dramaturg*innen treffen auf Institutionen und befragen die Anforderungen an Dramaturgie

Episode #2 / 18.-20. August 2022 / Sophiensæle Berlin:
Dramaturg*innen treffen auf Publikum und befragen wiederum die Anforderungen an Dramaturgie

Episode #3 / 17.-19. November 2022 / K3 - Zentrum für Choreographie | Tanzplan
Hamburg:
Dramaturg*innen treffen auf Choreograph*innen und befragen die gegenseitigen Anforderungen und Erwartungen

Die Akademie richtet sich an Menschen am Anfang ihrer dramaturgischen Laufbahn im Bereich Tanz, die ihre Fragen an die eigene Praxis vertiefen möchten, einen Austausch mit Kolleg:innen suchen und Lust haben, mögliche neue Arbeitsmodelle zu entwickeln.

Meeting Point Dramaturgy ist ein Projekt von Alexandra Schmidt und Anne Kersting in Kooperation mit K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und Sophiensæle Berlin.

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Mit Unterstützung von Tanzpakt Reconnect, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

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Empowering Dance - The Soft Skills Teaching and Learning Approach

Vielseitige Soft Skills werden auf dem Arbeitsmarkt in fast allen Bereichen vorausgesetzt. Sie ermöglichen, in verschiedenen Berufsfeldern zu agieren, zu reagieren und sich anzupassen. Als entscheidender Teil der persönlichen und beruflichen Entwicklung fördern Soft Skills eine dynamische Weiterentwicklung der Arbeitswelt.

Die aktive Praxis des zeitgenössischen Tanzes besitzt großes Potenzial, Soft Skill Kompetenzen zu fördern. Das Projekt Empowering Dance – The Soft Skills Teaching and Learning Approach entwickelt deshalb ein digitales Guidebook, das Tanzunterrichtende in ihrer beruflichen Praxis bei der Frage unterstützt, wie sie gezielt das Vermitteln von Soft Skills in ihre künstlerische sowie unterrichtende Tanzpraxis einbeziehen können. Gefördert im Rahmen des EU-Programmbereichs Erasmus + beteiligen sich von Dezember 2020 bis Mai 2023 sieben europäische Partner, darunter fünf Tanzinstitutionen (Centro per la Scena Contemporanea in Bassano Del Grappa, Dansateliers in Rotterdam, HIPP in Zagreb, La Briqueterie – CDCN du Val-de-Marne in Vitry-sur-Seine, K3 | Tanzplan Hamburg) sowie zwei  Hochschulen (Dance Department of Roehampton University und Fine Arts Academy Zagreb) an dem Vorhaben. 

Das Projekt baut auf den Ergebnisses des vorherigen gemeinsamen Projekts der Partner – Empowering Dance – Developing Soft Skills auf, die aufzeigen, wie tanzinteressierte Menschen durch eine kontinuierliche, angeleitete Praxis im zeitgenössischen Tanz eine Vielzahl von Soft Skills entwickeln können. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeiten, über sich selbst zu reflektieren, mit anderen konstruktiv zusammenzuarbeiten, sich in Konflikte einzufühlen und sie zu bewältigen sowie ein gesundheitsbewusstes Leben zu führen.

Empowering Dance – The Soft Skills Teaching and Learning Approach bestärkt Choreograph*innen und Tanzunterrichtende darin, sich ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten in der Vermittlung von Soft Skills an nicht-professionelle Tänzer*innen bewusst zu werden und diese aktiv in ihrer eigenen beruflichen Praxis anzuwenden. In der Fortführung des ersten Projektes wird nun ein digitales Guidebook entwickelt, das Tanzunterrichtende dabei unterstützt, ihren eigenen Lehr- und Vermittlungsansatz unter dem Aspekt des Soft Skill Lernens zu artikulieren. Das digitale Guidbook, das es in englischer und französischer Sprache geben wird, soll dabei helfen, neue Qualifikationen zu erwerben und diese auch auf Arbeits- und Anwenungsbereiche außerhalb des Tanzkontexts zu übertragen.

Soft Skills in Dance - A guidebook to enhance your practice wird am 21. August 2022 in Bassano del Grappa (Italien) im Rahmen des B.Motion Festivals präsentiert und ist ab dann online kostenfrei zugänglich. Im Laufe der Spielzeit 2022/2023 finden anschließend in allen Partnerstädten Workshops zur Einführung in die Arbeit mit dem Guidebook statt (Termine stehen ab September 2022 fest). Der Workshop in Hamburg wird von der Choreographin Patricia Carolin Mai durchgeführt.

http://empowering2.communicatingdance.eu/

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Participatory Art Based Research (PABR)

Das Forschungsprojekt Participatory Art Based Research (PABR) wertet die beiden Graduiertenkollegs Versammlung und Teilhabe (2012-2014) und Performing Citizenship (2015-2018) aus, in denen der Ansatz der Participatory Art Based Research entwickelt und erprobt wurde. In über zwanzig einzelnen Projekten wurde in diesem Rahmen transdisziplinär, partizipativ und künstlerisch geforscht. Ziel des Forschungsprojektes ist es, auf dieser Basis Best-Practice-Modelle, Verfahren und Methoden zu erfassen und zu beschreiben, um ein Forschen zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig voranzubringen. Die Ergebnisse werden in einer Online-Publikation öffentlich zur Verfügung gestellt.

In einer ersten Phase wird das bestehende Datenmaterial analysiert und ausgewertet. In einer zweiten Phase werden diese Ergebnisse noch einmal in konkreten künstlerischen Forschungsprojekten erprobt. In beiden Phasen sind künstlerisch-wissenschaftliche Praktiken sowohl Material als auch Methode der Forschung. Damit vereint dieses Projekt ein Forschen ÜBER und ein Forschen MIT künstlerischer Praxis.

Der Ansatz von Participatory Art Based Research schreibt sich sowohl in den internationalen Diskurs um Art Based Research als auch in den Diskurs von Citizen Research ein und hat das Potenzial, beide miteinander zu verknüpfen. Ein Schwerpunkt des Forschungsprojektes liegt auf dem Nachweis, dass wissenschaftlich-künstlerische Forschung das Potenzial hat, Forschung insgesamt partizipativer und inklusiver zu gestalten.

Im April 2020 werden Ergebnisse in einer Konferenz vorgestellt und ein Workshop zur weiteren Diskussion organisiert.

https://pab-research.de/

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Dr. Esther Pilkington, Dr. Sebastian Matthias
HafenCity University Hamburg (HCU): Prof. Dr. Kathrin Wildner
FUNDUS THEATER/ Theatre of Research: PD Dr. Sibylle Peters
K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg: Dr. Kerstin Evert

Contact: PABR@hcu-hamburg.de

Participatory Art Based Research ist ein Kooperationsprojekt der HafenCity Universität Hamburg mit dem FUNDUS THEATER / Theatre of Research und K3 | Tanzplan Hamburg und wird gefördert durch:

 
Die Claussen-Simon-Stiftung unterstützt das Projekt durch ein Promotionsstipendium.

explore dance - Netzwerk Tanz für junges Publikum

Tanzpakt Stadt-Land-Bund

Mit explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum gingen 2018 die drei Partner fabrik moves Potsdam, Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg eine langfristige Kooperation ein und entwickeln seither eine nachhaltige Struktur zur Produktion zeitgenössischer Tanzstücke für junges Publikum. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts werden etablierte Choreograph*innen innerhalb des bundesweiten Netzwerks nach Potsdam, München und Hamburg eingeladen, um neue Arbeiten für junges Publikum zu entwickeln und zu präsentieren.

Jede Stadt produziert pro Spielzeit zwei Formate – ein Pop Up, das in Klassenzimmern oder im öffentlichen Raum gezeigt werden kann, und eine Bühnenproduktion. In der Pilotphase bis Juli 2022 entstehen so 18 künstlerisch herausragende Produktionen für junges Publikum, die regional und bundesweit touren. Die Künstler*innen öffnen ihre Arbeitsprozesse für Kinder und Jugendliche, um mit ihnen in einen künstlerischen Austausch zu kommen und diese in verschiedenen Vermittlungsformaten wie Workshops, Probenbesuchen und Recherchesessions in ihr kreatives Schaffen einzubeziehen. So kommt es zu einem Wissenstransfer zwischen Künstler*innen und jungem Publikum, Sichtweisen und Gedanken werden geteilt. An die Aufführungen angegliederte Workshops geben den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, tiefer in die Stücke und deren Inhalte einzutauchen. explore dance legt einen Schwerpunkt auf die Entwicklung innovativer Formen und Modelle in der Verbindung von ästhetischer Bildung und Kunstproduktion.

Das Projekt wurde 2019 mit dem Perspektivpreis des Deutschen Theaterpreises FAUST ausgezeichnet.

Ab Juli 2022 tritt HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden als vierter Partner dem Projekt bei und stärkt mit der Erweiterung des Netzwerks auf vier Bundesländer die Sichtbarkeit des Feldes Tanz für junges Publikum. Künstlerisch konzentriert sich explore dance in der neuen Förderphase von Juli 2022 bis Ende 2023 auf Vermittlungsangebote und Pop Ups als mobile Produktionen, die den Zugang zu Tanz in Schulen, Museen, Kulturzentren und Theaterräumen sowohl regional als auch bundesweit öffnen. 3 Festivals mit Fachtreffen präsentieren die 9 entstehenden Produktionen und bieten Raum für Vernetzung und einen kultur- und bildungspolitischen Dialog.

 

explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum ist ein Kooperationsprojekt von fabrik moves Potsdam, Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg.
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Es wird gefördert durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, sowie die Landeshauptstadt Potsdam und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

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Empowering Dance – Developing Soft Skills

Soft Skills sind persönliche Fähigkeiten, die sich auf die Bereiche der zwischenmenschlichen Kommunikation und Interaktion mit anderen beziehen. Komplexes Problemlösen, kritisches Denken, Kreativität, interkulturelle Kompetenzen und die Fähigkeit zur Teamarbeit werden laut dem Zukunftsbericht des Weltwirtschaftsforums als die wichtigsten Soft Skills der heutigen Gesellschaft und Arbeitswelt betrachtet.

Das Projekt Empowering Dance (Laufzeit September 2018 bis Februar 2020)– gefördert im Rahmen des EU-Programmbereichs Erasmus+ – zielte darauf zu erforschen, wie das Praktizieren zeitgenössischen Tanzes Menschen in ihren persönlichen wie auch zwischenmenschlichen Kompetenzen stärken kann. Fünf europäische Partner (Centro per la Scena Contemporanea in Bassano Del Grappa, Dansateliers in Rotterdam, HIPP in Zagreb, La Briqueterie – CDCN du Val-de-Marne in Vitry-sur-Seine, K3 | Tanzplan Hamburg) waren am Projekt beteiligt, das auf der Idee basiert zu untersuchen, ob eine kontinuierliche zeitgenössische Tanzpraxis dazu beitragen kann, besser mit Veränderung umzugehen, Resilienz zu entwickeln, Selbstvertrauen aufzubauen und stabilere zwischenmenschliche Beziehungen zu entwickeln.

Bislang gab es noch kaum Nachweise über die impliziten Soft Skill-Lerneffekte des zeitgenössischen Tanzes. Wissen und Kenntnisse, die für Tanzpraxen spezifisch sind, sind zumeist in implizites bzw. „stilles“ Wissen, das eher im Hintergrund wirkt und selten direkt benannt und in seinen Potenzialen in verschiedenen Kontexten erkannt wird. Empowering Dance hat diese impliziten, in zeitgenössischen Tanz erlernbaren Fähigkeiten und Kompetenzen identifiziert, gesammelt und benannt. Dazu wurden fünf praktische Beispiele untersucht. In diesen Beispielen arbeitet jeweils ein*e Tanzschaffende*r mit einer Gruppe von tanzinteressierten Menschen:

Am Dansateliers Rotterdam gibt es seit 2012 die „Movement class“, die sich an Tanzinteressierte richtet. Verschiedene Choreograph*innen leiten diese Klassen, die offen sind für alle an zeitgenössischen Tanz und Choreographie Interessierten.

In Bassano del Grappa in Italien fokussierte sich die Untersuchung auf das Programm Dance Well. Seit über fünf Jahren bietet Dance Well Parkinsonerkrankten, ihren Familienangehörigen und älteren Bürger*innen die Möglichkeit, an regelmäßigen Tanzklassen und Tanzveranstaltungen teilzunehmen.

In Frankreich am choreographische Zentrum La Briqueterie in Vitry-sur-Seine war ein Projekt des Künstlers Jordi Gali Gegenstand der Analyse. Das Projekt führte eine Gruppe von tanzinteressierten Menschen zusammen, darunter Nachbarn des Bezirks, Migrant*innen und Geflüchtete.

Am choreographischen Zentrum K3 auf Kampnagel in Hamburg nahm Empowering Dance den seit 2007 bestehenden Jugendklub für tanzinteressierte Jugendliche ab 15 Jahren in den Blick. In jeder Spielzeit entwickelt der Jugendklub zusammen mit eine*r Choreographin ein neues Stück, das unter professionellen Bedingungen zur Aufführung kommt. In der Spielzeit 18/19 war der Jugendklub in das Projekt Hamonim von Patricia Carolin Mai eingebunden

In Zagreb wiederum lag der Fokus des Projekts auf einer Gruppe von Tanzstudierenden, die sich auf eine professionelle Tanzkarriere vorbereiten.

Die Arbeitstreffen der beteiligten Partnereinrichtungen und Tanzschaffenden fanden im Zeitraum von September 2018 bis Februar 2020 statt und dienten dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Nun liegen die Erkenntnisse in Form einer eigenen Projektwebsite, einer Ergebnissammlung und eines ausführlichen Projektberichts vor.

http://empowering.communicatingdance.eu/about

Empowering Dance - Developing Soft Skills from Tanzplan on Vimeo.

 


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360° Communicating Dance

Online Communication Toolkit

Die Website www.communicatingdance.eu ist das Ergebnis des Projekts 360° Building Strategies for Communication in Contemporary Dance, das durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert wurde. Das Projekt zielte darauf ab, Choreograph*innen und Tanzschaffende aller Erfahrungsstufen Informationen anzubieten, die sie in der Kommunikation ihrer künstlerischen Arbeit mit verschiedenen Akteur*innen unterstützen.

Der Titel 360° unterstreicht, dass die Kommunikation im Bereich des zeitgenössischen Tanzes nicht nur ein eher konventionelles Verständnis von Kommunikation (Pressearbeit, Marketing, etc.) umfasst, sondern dass die Kommunikation einer künstlerischen Arbeit in dem Moment startet, in dem ein/e Künstler*in einen neuen kreativen Prozess beginnt. 360°-Kommunikation bezieht sich in diesem Sinn somit auf alle Menschen und Zielgruppen, denen man im Laufe des Arbeitsprozesses begegnet, von Kooperationspartnern, über Veranstalter*innen, Kolleg*innen, Teammitglieder bis zu Journalist*innen und dem Publikum. Zudem umfasst es Institutionen wie Fördereinrichtungen, Veranstaltungsorte, Theater und Festivals und dabei wiederum die Mitarbeiter*innen der verschiedenen Abteilungen, von der Technik bis zur künstlerischen Leitung.

Im Laufe von 16 Monaten ermöglichte das Projekt insgesamt sieben Arbeits- und Austauschtreffen mit Teammitgliedern der beteiligten Partnerinstitutionen, die wiederum Kommunikationsexpert*innen und Tanzschaffende zu den Treffen eingeladen haben. Das Ergebnis dieses Prozesses ist die englischsprachige Website www.communicatingdance.eu, die professionelle Tanz- und Theaterschaffende einlädt zu:

 

Think:
Präsentiert Texte zu Schlüsselbegriffen der Kommunikation:
http://www.communicatingdance.eu/tools/think

Use:
Versammelt wichtige Kommunikations-FAQs und Vorlagen:
http://www.communicatingdance.eu/tools/use

Play:
Ermöglicht durch einen modularen Ansatz, sich in spielerischer Weise einen eigenen Kommunikationsplan zu entwerfen:
http://www.communicatingdance.eu/tools/play

 

Projektpatrtner:
Centro per la Scena Contemporanea, Bassano Del Grappa; Dance Ireland, Dublin; Dansateliers, Rotterdam; Hrvatski institut za pokret i ples, Zagreb; K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg / Kampnagel; La Briqueterie - CDCN du Val-de-Marne, Vitry-sur-Seine.

Projektdauer: September 2016 bis Dezember 2017.

www.communicatingdance.eu


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Reflex Europe

REFLEX Europe untersuchte Dokumentation als Instrument der Reflektion, um Tanzunterrichtende dabei zu unterstützen, ihren Unterricht weiter zu verbessern und damit zugleich die Lernerfahrung der Unterrichteten zu erhöhen. Das Projekt war eine Partnerschaft von acht Europäischen Organisationen aus den Bereichen Zeitgenössischer Tanz und Tanzvermittlung.

REFLEX Europe bestand aus einer elfköpfigen Forschungsgruppe, darunter Tanzunterrichtende und Autor*innen, sowie Expert*innen aus dem Bereich der Tanzvideoproduktion. In einem Zeitraum von drei Jahren (September 2015 - August 2018) entwickelte die Gruppe in einer Reihe von Forschungsmodulen das REFLEX Tool & GuideMind the Dance als ein Handbuch zu den untersuchten Arbeitsmethoden.

Das IDOCDE Symposium, das jährlich im Rahmen des internationalen Tanzfestivals ImpulsTanz in Wien stattfindet, ergänzt das Forschungsvorhaben von RELFEX Europe. Neben seiner Funktion als Plattform für den Austausch zwischen Tanzschaffenden und -pädagog*innen, diente das Symposium der Weiterentwicklung des Projekts.

Im dritten und letzten Projektjahr wurden die Ergebnisse des Projekts in Vermittlungsworkshops in allen Partnerorganisationen und einer finalen Masterclass veröffentlicht. Zudem entstand eine Online-Publikation.
Mind the Dance ist eine Sammlung von Essays, Texten und praktischen Tools für alle, die sich als Künstler*innnen und Unterrichtende mit dem kreativen Dokumentieren von Bewegung beschäftigen: www.mindthedance.com


REFLEX Europe wurde von der Europäischen Union gefördert und arbeitete eng mit dem Onlinenetzwerk für Zeitgenössischen Tanz und Unterricht, IDOCDE (internationale Dokumentation von Zeitgenössischem Tanzunterricht) für die Veröffentlichung, Vernetzung und Feedback des REFLEX Tool & Guide zusammen.

Forschungsgruppe: Amir Avraham, Bertha Bermúdez Pascual, Defne Erdur, Eszter Gál, Sabina Holzer, Nicolas Hubert, Andrea Keiz, Kerstin Kussmaul, Friederike Lampert, Anouk Llaurens, Ulla Mäkinen, Barbara Meneses, Martin Streit, John Taylor, Suzan Tunca

Partnerorganisationen: Wiener Tanzwochen (AT), K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg (DE), Tanzplattform Rhein-Main (DE), SíN Culture Center (HU), North Karelia College Outokumpu (FI), Le Pacifique (FR), ICKamsterdam (NL), Elim Sende (TR)


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