Über K3
Als eine von insgesamt neun Städten wurde Hamburg im Januar 2006 von der Kulturstiftung des Bundes für das Initiativprojekt Tanzplan Deutschland ausgewählt. Für die Laufzeit 2006 bis Ende 2010 erhielt Hamburg als einzige Stadt die höchstmögliche Fördersumme von € 1,2 Millionen – mit dem gleichen Betrag gegenfinanziert durch die Freie und Hansestadt Hamburg – um im Rahmen eines nachhaltig angelegten Modellprojekts den zeitgenössischen Tanz in Hamburg dauerhaft zu stärken und die internationale Ausstrahlung Hamburgs als Standort für zeitgenössischen Tanz zu erhöhen.
Mit Investitionsmitteln der Behörde für Kultur, Sport und Medien wurde im Sommer 2007 in der ehemaligen Ausstellungshalle k3 mit drei modernen Tanzstudios sowie der angrenzenden Studiobühne P1 die räumliche Grundlage für das künstlerisch eigenständige, in die Organisationsstruktur Kampnagels eingebundene Zentrum geschaffen. Die wesentlichen Arbeitsschwerpunkte von K3 sind Weiterbildung und Professionalisierung von ChoreographInnen und Tanzschaffenden, künstlerische Forschung und Produktion, regionale und überregionale kulturelle Vernetzung sowie kulturelle Bildung und Vermittlung des zeitgenössischen Tanzes.
Seit Programmstart im Frühjahr 2007 haben sich Programmbereiche und Projektdichte sowie die überregionale und internationale Resonanz ständig erweitert. Als Ort der künstlerischen Kommunikation, wirkt K3 deutlich vitalisierend und künstlerisch qualifizierend in die Hamburger Szene hinein, eröffnet dieser zugleich qualifizierte und qualifizierende Arbeitsmöglichkeiten und hat zunehmend auch die beratende Funktion eines Tanzbüros für Fragen zum Bereich des zeitgenössischen Tanzes übernommen.
K3 | Tanzplan Hamburg ist zu einem unverzichtbaren Ansprechpartner und Kompetenzzentrum für zeitgenössischen Tanz, künstlerische Forschung sowie Tanzvermittlung im Bereich kultureller Bildung geworden und verleiht der Kunstform damit nachhaltig eine kontinuierliche sichtbare lokale, überregionale und internationale Präsenz: Als eine von lediglich einer handvoll Städten in Deutschland besitzt Hamburg nun als ein international vernetztes choreographisches Zentrum, das künstlerische Innovation anstößt, Kooperationen begründet, kreative Impulse entwickelt, in die Öffentlichkeit vermittelt und damit eine wichtige Funktion für die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes im norddeutschen sowie im gesamten deutschsprachigen Raum einnimmt.
In diesem Sinne ist K3 | Tanzplan Hamburg als Erfolgsmodell nicht nur künstlerisch und strukturell wirksam und nimmt einen aktiven Part in der kreativen Entwicklung der Stadt ein, sondern ist als Leuchtturmprojekt in kurzer Zeit ein wichtiger kultureller Vermittler der Stadt mit hohen Entwicklungspotenzialen geworden, der die regionale, überregionale und internationale Tanzlandschaft um einen unverzichtbaren Standort erweitert.
Mit dem Jahr 2010 endete die Initiative Tanzplan Deutschland der Kulturstiftung des Bundes. Seit Beginn des Jahres 2011 wird K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg durch die Freie und Hansestadt Hamburg gefördert. Die Finanzierung ist durch einen Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft vom Anfang Februar 2011 zum jetzigen Stand in jedem Fall für das Jahr 2011 gesichert.
K3 – ZENTRUM FÜR CHOREOGRAPHIE | TANZPLAN HAMBURG
- Von April 2007 (Programmstart) bis JUNI 2010:
- bewarben sich 359 ChoreographInnen aus 35 Ländern auf das in dieser Form international einmalige Residenzprogramm
- haben ca. 650 Einzelveranstaltungen (dabei zahlreiche kapazitätsbeschränkte Veranstaltungen wie Trainings, Workshops und Kurse; sowie Aufführungen, Diskussionen, Vorträge, Vermittlungsangebote, Kooperationsprojekte etc.) mit mehr als 21000 Teilnehmenden bzw. ZuschauerInnen
- und mit mehr als 300 KünstlerInnen, DozentInnen und ReferentInnen aus ca. 40 Ländern
- in Zusammenarbeit mit über 70 Projekt- und Kooperationspartnern bzw. Förderern in und außerhalb Hamburgs stattgefunden.
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