ANGELA GUERREIRO: surviving dance
KÜNSTLERISCHE RECHERCHE, RESIDENZ, SYMPOSIUM
DAS PROGRAMM ALS DOWNLOAD HIER
Anmeldung: tanzplan2@kampnagel.de
Im Rahmen von Surviving Dance lädt Angela Guerreiro Mitte April sechs ChoreographInnen aus Hamburg zu einer vierwöchigen Residenz am K3 | Tanzplan Hamburg ein. Die choreographischen Recherchen werden Grundlage für Reflektionen und kritische Auseinandersetzung über Arbeitsmethoden und -bedingungen in Choreographie und zeitgenössischem Tanz sein und im Rahmen eines Symposiums zum Abschluss des Projekts präsentiert.
Das Symposium am 20. und 21. Mai 2011 widmet sich in Diskussionsrunden, Panels und Vorträgen der Frage, wie man ein Leben als Tanzschaffende(r) unter den prekären Bedingungen der Freien Szene von der Ausbildung bis zur Transition im wahrsten Sinne des Wortes überleben kann.
Weitere Informationen unter: http://survivingdance.blogspot.com/
Angela Guerreiro studierte Tanz in Lissabon und Arnheim. Sie war Mitglied der Company RE.Al (Joao Fiadeiro), entwickelt seit 1995 zahlreiche eigene Stücke, unterrichtet an Tanz- und Theaterschulen und ist Kuratorin des von ihr entwickelten Tanzfestivals DanceKiosk-Hamburg.
Eine Produktion von Angela Guerreiro Prod. in Koproduktion mit K3 | Tanzplan Hamburg, gefördert von der Behörde für Kultur und Medien. In Kooperation mit Performance Studies / Universität Hamburg.
Bewerbung
Die Formulare können hier angefordert werden: info@survivingdance.de
http://survivingdance.blogspot.com/
AUFRUF ZUR TEILNAHME
Wesentlicher Teil des Projektes sind Arbeitsgruppen, die sich aus VertreterInnen der Bereiche Kunst, Wirtschaft und Politik zusammensetzen und von Experten unterschiedlicher Bereiche geleitet werden. Ziel ist es, zu den drei folgenden Themen diskussionsfähige Visionen, kritische Anmerkungen und Ergebnisse zu entwickeln, die ebenfalls im Rahmen des Symposiums präsentiert und diskutiert werden sollen:
Arbeitsgruppe 1 / Unter der Leitung von N.N.
Survival Kit: Die prekäre Situation im Tanz
Strategien der Kommunikation zwischen Wirtschaft, Kunstförderung und Tanzschaffenden
Mit Vertretern und Verantwortlichen aus den Feldern Wirtschaft, Soziales und Arbeit wird diskutiert, wie durch verbesserte Informations- und Kommunikationsstrategien neue Ansätze der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Förderinstitutionen und Tanzschaffenden entwickelt werden können.
Arbeitsruppe 2 / Unter der Leitung von Christoph Twickel
Tanz und Gesellschaft: "We built this city on Rock'n'Roll"
Freie Kulturszene zwischen Gentrifizierung, Grundeinkommen und Wertschätzung
Freie Kulturschaffende arbeiten in prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen: Mehrere Brotjobs, dazwischen selbstausbeuterische Arbeit am "Projekt" - und auch für sie wird Wohn- und Arbeitsraum in den großen Städten knapper und teurer. Hamburg ist die deutsche Stadt, in der diese Konflikte vielleicht am deutlichsten zu Tage treten: Grassierende Wohnungsknappheit, schwindender Platz für Subkulturen - gleichzeitig die Anspruch, "kreative" Metropole zu sein. Wie hoch muss man seinen Preis treiben, um sich die Miete leisten zu können? Wie günstig muss man sein, um in den Metropolen arbeiten zu können? Soll man sich politisch engagieren oder lieber die Klappe halten und Kontakte pflegen? Wie bewegen sich Kulturschaffende in diesem Spannungsfeld?
Arbeitsgruppe 3 / Unter der Leitung von Peter Pleyer
Tanz und Ausbildung: Übergänge in die Professionalität und das Älterwerden
Produktionsformen, Residenzen, Kollaborationen und Netzwerke
Es gibt eine wachsende Anzahl junger TänzerInnen und ChoreographenInnen, die auf der Suche nach Arbeitsmöglichkeiten sind, und versuchen ihren Weg durch das Fördersystem zu finden – ohne wirklich zu wissen wie. Wie sehen die Perspektiven eines jungen Tänzers nach Ende des Studiums aus? Kann man von Lehrenden erwarten, dass sie sich über die Ausbildung hinaus für die Zukunft der Studierenden und ihre Karrieren verantwortlich fühlen? Wie können Möglichkeiten geschaffen werden, damit Studierende erfolgreich den Schritt in das Berufsleben machen? Welche Bedeutung haben z.B. Residenzen im System künstlerischer Produktionen? Können Kollaborationen und Netzwerke neue Perspektiven und Mobilität eröffnen? Wie kann man als TänzerInnen aktiv alt werden - innerhalb eines Systems, das die ‘Jungen’ im Blick hat?

