K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg auf Kampnagel ist
Kompetenzzentrum und Ansprechpartner für zeitgenössischen Tanz und
Choreographie, künstlerische Forschung und Tanzvermittlung.
K3 wurde in der Spielzeit 2006/2007 im Rahmen der Initiative Tanzplan
Deutschland (2006 bis 2010) der Kulturstiftung des Bundes gegründet. Mit
Investitionsmitteln der Kulturbehörde Hamburg wurde im Sommer 2007 die
ehemalige Ausstellungshalle k3 auf Kampnagel – frühere Fabrik im
Hamburger Stadtteil Barmbek und heute internationales Zentrum für
performative Künste – umgebaut. Die dabei entstandenen drei Tanzstudios
sowie die angrenzende Studiobühne P1 bilden seitdem die von K3 genutzte
räumliche Grundlage für das künstlerisch eigenständige, in die
Organisationsstruktur Kampnagels eingebundene, choreographische Zentrum.
Seit 2011 von der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert, ist K3 eines
der wenigen choreographischen Zentren bzw. Tanzhäuser im
deutschsprachigen Raum und trägt als lokal, überregional und
international vernetztes Kompetenzzentrum wesentlich zur
kontinuierlichen Sichtbarkeit und Stärkung der Kunstform bei.
Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt von K3 liegt in der Entwicklung und dem Angebot von verschiedenen
Residenz- und künstlerischen Arbeitsformaten, die
künstlerische Forschung,
Produktion und Präsentation verbinden. Die Förderung und Qualifizierung
von ChoreographInnen und Tanzschaffenden am Beginn ihrer beruflichen
Praxis, stehen besonders im Vordergrund.
Zugleich bietet das Zentrum Tanz- und Kulturschaffenden regelmäßig
Kurse und Training, fachbezogene Weiterbildung und Qualifizierung sowie Information und Beratung an.
Die Schnittstellen von Tanz, Choreographie und Performance als
künstlerische Praxis sowie Theorie- und Gesellschaftsdiskurse zu thematisieren ist ein wesentlicher Bestandteil der
Programmangebote für Tanzinteressierte jeden Alters im Bereich
Tanzvermittlung,
der neben der Reihe Moving Heads u.a. regelmäßige Kurse in Kooperation
mit der Hamburger Volkshochschule umfasst. Ein weiterer Schwerpunkt der
Arbeit von K3 liegt im Bereich kultureller Bildung und beinhaltet
Kooperationsprojekte und Partnerschaften mit
Schulen und Projekte mit und von
Jugendlichen, wie z.B. den
K3-Jugendklub.
Die drei Arbeitsschwerpunkte – Residenz, Kurse und Training,
Tanzvermittlung – sind zudem konzeptionelle Grundlage für mehrjährige
Kooperationsprojekte mit wissenschaftlichen und künstlerischen Institutionen im lokalen, überregionalen und internationalen Kontext.
Als Ort der künstlerischen Kommunikation und Vernetzung hat K3 seit
seiner Gründung wesentlich zur Entwicklung einer dynamischen und
vernetzten Tanzszene in Hamburg beigetragen. Um die gesellschaftliche
Verankerung zeitgenössischen Tanzes und zeitgenössischer Choreographie
weiter zu stärken, ist es zudem ein wesentliches Anliegen, den Dialog
zwischen Politik und Tanzschaffenden zu unterstützen und Plattformen für
den transdisziplinären Austausch mit anderen Kunst- und Wissensfeldern
zu schaffen.
Das Konzept von Tanzplan Hamburg im Rahmen von Tanzplan Deutschland
(2006-2010) umfasste nicht nur die Gründung des choreographischen
Zentrums K3, sondern auch die Einführung einer Tanz-Fachjury und
die Verdoppelung der Projektförderdung für den Bereich Tanz durch die
Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Beides wurde nach
Abschluss von Tanzplan Deutschland ebenfalls fortgeführt.
K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg ist seit 2012
affiliate member des
European Dancehouse Network (EDN).