Residenzchoreographinnen 2011/2012

- © Thies Rätzke
Zum ersten Mal starteten die diesjährigen Residenzchoreographinnen ihr achtmonatiges K3-Residenzprogramm angepasst an den Spielzeitrhythmus im August 2011. Dementsprechend werden sie ihre Produktionen im Februar und März 2012 präsentieren.
Aus über 100 Bewerbungen wurden folgende Residenzchoreographinnen ausgewählt:
- Paula Rosolen (Argentinien | Frankfurt)
- Ursina Tossi (Hamburg)
- Jana Unmüßig (Berlin)
Paula Rosolen (Argentinien) studierte an der HfMDK in Frankfurt und den MA Choreographie und Performance in Giessen. Ihre MA Abschlussarbeit „Die Farce der Suche – Ein Solo von und über Renate Schottelius - “ (2010) wurde in der Akademie der Künste Berlin, Frankfurt LAB, Theater Festival 150% Hamburg, European Festival For Contemporary Dance in Bytom / Krakau gezeigt und ist zur Biennale Tanzausbildung 2012 eingeladen.
Ursina Tossi (Hamburg), freie Choreographin/Tänzerin und Mutter von zwei Töchtern, studierte klassisches Ballett und zeitgenössischen Tanz sowie Philosophie. Sie arbeitete mit Tamaki Serizawa, Filip van Huffel, AkiKato, Isabel Navarro, Johannes Miethke und gründete 2005 die Tossi-Company. Neben zeitgenössischem Tanz fließen Körpertechniken wie Feldenkrais und Yoga mit in ihr Bewegungsvokabular ein. 2008 initiierte sie all 1-forum, eine interdisziplinäre jährliche Plattform für zeitgenössischen Tanz und Kunst in Hamburg.
Jana Unmüßig (Berlin | Hamburg) studierte Arts du Spectacle an der Universität Sorbonne und zeitgenössischen Tanz und Choreographie am SEAD Salzburg. Im August 2010 erhielt sie ihren Master in Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) Berlin. Ihre Arbeiten wurden u.a. am Hebbel am Ufer Berlin, Tanztage Berlin/Sophiensaele, Atelier PACT Zollverein, Monaco Dance Forum, Monte Carlo, Springdance Festival Utrecht gezeigt. Sie war danceWEB-Stidpendiatin 2010 und erhielt u.a. Residenzen bei Movement Research New York, Theatre Tangente/Lynda Gaudreau, Montreal, RE-AL in Lissabon.
Die K3 Residenz-Choreographien 2012 werden von K3 | Tanzplan Hamburg produziert und von der Hamburgischen Kulturstiftung unterstützt.
Paula Rosolen (Argentinien | Frankfurt): Libretto (Skizzenbuch)

- © Sophia Lund
Libretto ist eine choreographische Auseinandersetzung mit dem Genre des Musicals und seiner Geschichte. Dabei steht die Frage nach der Machart von Musicals im Zentrum der künstlerischen und wissenschaftlichen Recherche der Choreographin Paula Rosolen: Auf Grundlage von Interviews, Fotos, Textdokumenten und Filmausschnitten entsteht das Libretto für das Stück. Dabei zerlegt sie das Genre des Musicals in seine Bestandteile Theater, Musik und Tanz und überprüft sie auf ihre gegenseitige dramaturgische und konzeptionelle Abhängigkeit.
Mit Unterstützung der Rudolf Augstein Stiftung und des Mousonturm Frankfurt.
29.02., 02. - 03.03.
20:00
P1
12€ | 8€
Publikumsgespräch am 02.03.
Jana Unmüssig (Berlin | Hamburg): Morgen ist ein Tag

- © Alain Roux
Morgen ist ein Tag ist eine Choreographie für eine Performerin. Bilder bauen sich auf, verebben, klaffen in den Leerstellen des Gedächtnisses weg. Dabei wird Sagbares und Unsagbares durch den Körper der Performerin, zwei Objekte und gesprochene Sprache ausgedrückt. Ziel ist die Verrichtung, Begegnung, Verortung von dem, was ist. Ohne Idee, ohne Wissen aufzubrechen, hin zu einem FEsten, das sich im Dickicht der Räume schon wieder losgemacht hat, ohne dass das Auge hetzen muss.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste e.V. Mit Unterstützung des tanzhaus nrw.
14., 16., 17.03.
20:00
P1
12€ | 8€
Publikumsgespräch am 16.03.
Ursina Tossi (Hamburg): wastun

- © Anja Winterhalter
...wir bewegen, wir erzeugen, wir verbrennen, wir produzieren, wir können nicht anders, wir beschleunigen, wir erzeugen, wir folgen, wir wiederholen, wir atmen, es atmet, wir folgen, wir bewegen, wir passen an, wir produzieren, wir beschleunigen, wir können nicht anders, wir sind, wir handeln, wir verbrennen, wir begreifen, wir beschleunigen, wir packen zu, wir produzieren, wir messen, wir loten aus, wir messen zeit, wir können nicht anders, wir sorgen, wir denken, wir bewegen, wir erzeugen, wir waren, wir messen, wir konkurrieren, wir formen, wir gestalten, wir sind, wir haben, wir kooperieren, wir bewegen, wir verbrennen, wir tun was... - wastun ist ein Duett mit Philipp van der Heijden und Ursina Tossi über Produktivität, Effizienz und Arbeit.
28., 30., 31.03.
20:00
P1
12€ | 8€
Publikumsgespräch am 30.03.