Jenny Beyer

- Foto: Thies Rätzke
TABLEAU DOUBLÉ
Sayaka und Jenny gehen durch die Wüste, sie sind unglaublich durstig. Jenny tötet Sayaka, dann wird sie ihr Hund.
Tableau Doublé modifiziert das alte Gesellschaftsspiel der „Tableaux Vivants“, bei dem einzelne Bilder von Akteuren nachgestellt und von Betrachtern entschlüsselt und erkannt werden sollen. Die Vielzahl an nachstellbaren Bildern und die Erweiterung des Repertoires um Fotographien und Filmsequenzen ermöglicht es den Tänzerinnen, dass bereits kleinen körperlichen Veränderungen neue Bilder entsprechen und dadurch der Moment der Entschlüsselung hinausgezögert wird. Es sind die Körper der zwei Tänzerinnen, die das aus unterschiedlichen kulturellen, historischen und ästhetischen Kontexten entnommene Bildmaterial zusammenfügen und ihm so einen neuen Kontext geben. Mit Mitteln der Kopie, Verzerrung und Modulation transformiert sich das zweidimensionale Material zu einer lebendigen Collage aus Posen, Gesten und Bewegung.
Der Komponist Jetzmann hat für Tableau Doublé elektroakustische Klänge geschaffen, die fast unmerklich in das Bühnengeschehen eingreifen. Inszeniert mit einfachen Mitteln, vier Decken und reduziert gesetztem Licht entfaltet sich eine Choreographie, die spielerisch, fließend und gleichzeitig zwingend und unvorhersehbar ist.
Uraufführung: 6. Dezember 2007, 20:15 Uhr, p1
8. und 9. Dezember 2007, 20:15 Uhr, p1
Konzept/Choreographie: Jenny Beyer
Tanz: Sayaka Kaiwa, Jenny Beyer
Musik: Jetzmann
Ausstattung: Anna Wübber
Künstlerische Beratung: Marcus Droß, Nik Haffner, Ben Pointeker
Marimba: Johann Popp
Weitere Informationen und Bilder zu Tableau Doublé finden sich hier.
Jenny Beyer studierte an der Ballettschule des Hamburg Balletts und der Rotterdamse Dansacademie. Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Tänzerin in den Niederlanden und Deutschland mit u.a. Jaakko Toivonen, Company Koorts und der Hamburger Choreographin Antje Pfundtner. Für den Wettbewerb "Bestes Tanzsolo" der Euroscene Leipzig entwickelte sie 2003 Heroine. Es folgten Kooperationen mit der Soundkünstlerin Elpueblodechina. Eingeladen von Dansateliers Rotterdam entstand 2005 das Duett Konkubinat und 2006 Home Tapes. 2006 war Jenny Beyer danceWEB- Stipendiatin in Wien. Ihre beiden aktuellsten Arbeiten TanzTanz und das Duett Tableau Doublé entstanden während einer neunmonatigen choreographischen Residenz im K3-Zentrum für Choreographie/Tanzplan Hamburg. Jenny Beyer ist Mitglied der Künstelerinitiative Sweet and Tender Collaborations: www.sweetandtender.org
Mit Dank an Sweet and Tender Collaborations, Performing Arts Forum und Association SKITe.
Tableau Doublé ist eine Produktion des Residenzprogramms von K3 - Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg.
Die Residenzproduktionen 2007 wurden von der Hamburgischen Kulturstiftung gefördert. Das Residenzprogramm 2007 wurde von der Alfred Toepfer Stiftung unterstützt. Mit Unterstützung des Culture 2000 Programms der Europäischen Union, im Rahmen von danceWEB Europe.