Residenzchoreographinnen 2007

Im April 2007 startete das „K3-Residenzprogramm“ in seine Pilotphase: Aus über 80 internationalen Bewerbungen wurden drei Choreographinnen ausgewählt:

Die im Rahmen ihrer Residenz entstandenen Choreographien waren im November und Dezember 2007 im Rahmen von K3 auf Kampnagel zu sehen (mit freundlicher Unterstützung der Alfred Toepfer Stiftung).

Das, das K3-Team in der Auswahl der Residenzen beratende Gremium 2007, bestand aus:

Künstlerische Beratung der Residenzchoreographinnen 2007
Nik Haffner (Barcelona/Frankfurt) und Marcus Droß (Düsseldorf)

Nik Haffner, 1969 in Aachen geboren, tanzte von 1994 bis 2000 bei William Forsythe im Ballett Frankfurt. Als freier Choreograph und Tänzer arbeitet er heute u.a. in der Gruppe „commerce“ und regelmäßig als Gastkünstler am ZKM Karlsruhe.

Marcus Droß (geb. 1968) studierte an der Universität Gießen Psychologie und Angewandte Theaterwissenschaft. Er lebt in Düsseldorf und Birmingham und arbeitet als freier Künstler in den Bereichen Oper, Musik- und Performance-Theater.

Lina Lindheimer

Lina Lindheimer (geb. 1979, Frankfurt a.M.) absolvierte ein Studium des zeitgenössischen Tanzes in  Arnheim und studiert derzeit Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie hat u.a. mit den Choreographen Christina Ciupke, Martin Nachbar und Thomas Lehmen zusammengearbeitet und zeigte 2004 ihre erste eigene Choreographie „Berliner Tänzer“ im HAU in Berlin.

Im November 2007 zeigte Lina Lindheimer ihre Residenzproduktion SOLO [STANDING ON THE SHOULDERS OF GIANTS] auf Kampnagel. Darin präsentierte sie die vorläufigen Ergebnisse zu der Frage nach dem Ursprung und der Originalität von Ideen, einer Thematik mit welcher sie sich über einen längeren Zeitraum beschäftigte.

Weitere Projekte u.a.: „Spurensuche" (2005), „Doppelspiel“(mit Mohren/Herbordt, 2006/07), „OtherRooms/OtherVoices” (2007), „two steps apart" (Tanzlabor_21, 2008)

 

Monica Antezana

Monica Antezana (geb. 1977, Cochabamba / Bolivien) absolvierte ihren BA in Tanz mit Schwerpunkt Choreographie in Rotterdam. Sie lebt in Hamburg und hat im Sommer 2007 ihr MA-Studium „Performance Studies“ an der Universität Hamburg abgeschlossen. Vor ihrem Studium war sie acht Jahre lang als Tanzpädagogin an der Kunst Schule in Bolivien tätig und ist Mitgründerin der Compañia de Danza Contemporánea Vidanza.

Für ihr choreographisches Projekt Eureka steps! Composing the unsought innerhalb der Tanzplan-Residenz komponierte Monica Antezana ein Sammelsurium unterschiedlicher Szenen.
'Eureka step' is a flash of insight that cracks a problem and paves the way towards a possible a solution.

Weitere Projeke: „We don't know where we come from, but come we did!” (2007), „babel fish” (Premiere im Herbst 2008 auf Kampnagel Hamburg)

 

Jenny Beyer

Foto: M. Haduch

Jenny Beyer studierte an der Ballettschule des Hamburg Balletts und der Rotterdamse Dansacademie. Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Tänzerin in den Niederlanden und Deutschland mit u.a. Jaakko Toivonen, Company Koorts und der Hamburger Choreographin Antje Pfundtner.  Für den Wettbewerb „Bestes Tanzsolo“ der Euroscene Leipzig entwickelte sie 2003 „Heroine“. Es folgten Kooperationen mit der Soundkünstlerin Elpueblodechina. Eingeladen von Dansateliers Rotterdam entstand 2005 das Duett „Konkubinat“ und 2006 „Home Tapes“. 2006 war Jenny Beyer danceWEB- Stipendiatin in Wien.

Ihre beiden Arbeiten „TanzTanz“ und das Duett „Tableau Doublé“ entstanden 2007 während einer neunmonatigen choreographischen Residenz im K3-Zentrum für Choreographie/Tanzplan Hamburg. „Tableau Doublé“ wurde im Mai 2008 auf dem Festival da Fábrica in Porto gezeigt und „TanzTanz“ im Oktober 2009 beim Nottdance Festival in Nottingham (UK).

Im April 2008 war Jenny Beyer in der Produktion „RES(E)T“ von Antje Pfundtner auf Kampnagel zu sehen. Ihre aktuelle Produktion „Uniek“, die sie in Zusammenarbeit mit dem Choregraphen Christoph Leuenberger erarbeitet hat, wurde im April 2009 beim Springdance Festival in Utrecht uraufgeführt.

Jenny Beyer ist Mitglied der Künstelerinitiative Sweet and Tender Collaborations: www.sweetandtender.org